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Montag, 17.11.2008  

Autor: Heinz Eggert

Brauner Klamauk

von Heinz Eggert | (c) h.e. | 16.11.2008

Jeder diskreditiert sich so gut er kann - Rückblick auf die Dezimierung der Braunen im Sächsischen Landtag
Was war das für sie für ein Triumph, als sie in den Landtag einziehen konnten.

Nicht weil sie verdient hätten, sondern weil andere Parteien viel versäumt hatten.

Die Führer aus dem Westen und das Bodenpersonal aus dem Osten - wie es sich gehört. Arbeitsplätze nur für Deutsche, hatten sie gefordert. Drucker waren ausgenommen. Denn ihr Zentralorgan „ Deutsche Stimme“ ließen sie in Polen drucken.

Immer mehr erwies sich die braunbäckige Apfeltruppe als hohl und verwurmt.

Es war wie bei den 10 kleinen Negerlein - wenn man das so politisch inkorrekt sagen darf. Die Kameraden schrumpften schneller, als der demografische Prozess es ihnen vorgab.

Nicht etwa weil sie den deutschen Einbürgerungstest gemacht hatten, in deren Ergebnis etliche von ihnen ausgebürgert worden wären. Erst verließen einige die Truppe, weil sie zwar deutschnational, aber keine Nazis waren. Dann ging einer freiwillig, weil er die Kinderpornographie auf seinem Computer nicht erklären konnte. Plötzlich stand  Pistolen-Klaus, wie er liebevoll genannt wurde, im Lichtkegel. 15.900 Euro hatte er unrechtmäßig einkassiert. Auch alte Damen behaupteten, er hätte sie um ihre Ersparnisse gebracht. Das erregte ideologisch keinen Anstoß, denn niemand in dieser Partei hatte jemals behauptet, dass die Rente sicher sei. Dass er nach wie vor hinter Adolf Hitler stand verstand sich von selbst. Ausgeschlossen wurde er wegen weiterer  finanzieller Unregelmäßigkeiten. Als es ihm nicht gelang, eine Pistole in den Landtag zu schmuggeln  fügte er dem braunen Spruchbeutel seine mühsam aufs Reimen getrimmte Weisheit zu: Gegen Zionisten, Freimaurer, Kriegstreiber und andere Psychopathen helfen keine langen Reden, nur noch Handgranaten. Wo aber Rotfront und Antifa haust, da helfen keine Sprüche, nur die Panzerfaust.!

Gewaltige Worte, denen erst Worte dann bald Taten folgten.

Ausgerechnet am 11.11. um 11.20 traf es dann den Chefideologen Gansel, der wegen der Finanzkrise am Vortag noch “die eiserne Faust des Staates” gefordert hatte. Die traf ihn nicht. Dafür aber die Faust eines deutsch-stämmigen Kameraden .So wurde aus Gansels  großer Lippe  eine dicke. Jetzt hatte er das, was er sonst immer führte. Der wirkliche Grund für die Schlägerei ist nicht bekannt. Vielleicht war es auch einfach nur an der Zeit!

Jetzt ist der deutsch-stämmige Kamerad entlassen. Nicht weil er Sprengstoffterrorist war - das war der Einstellungsgrund - sondern weil er die Deutsche  (Gänschen)  Stimme beschädigt hatte.

Eine braune Chaostruppe! Aber sie müssen ja auch nichts leisten. Sie werden ja trotzdem gewählt. Aber nur wenn die anderen versagen.

Oder?

Heinz Eggert

Staatsminister a.D, MdL


(Gastbeitrag - Hier veröffentlicht am 16.16.2008 mit freundlicher Genehmigung des Autors)

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