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Ist eine Korrektur
der
Änderung zur Bildungsempfehlung Sachsens in Sicht?
von
Andreas Peter Müller | (c) Chemnitz-Report! Unabhängiges
Journal aus Chemnitz! | 05.11.2005
CDU
"will" - SPD "will" nicht!
Auf ihrem
Parteitag in Schwarzenberg sprachen sich die Delegierten der
Sächsischen CDU mehrheitlich gegen eine Beibehaltung der
derzeitigen Regelungen zur Bildungsempfehlung und für eine
sofortige Aufnahme von Gesprächen mit dem Koalitionspartner SPD
zur Wiederherstellung der bis vor einem Jahr gültigen
Modalitäten.
Demnach würde dann wieder 2,0 statt derzeit 2,5 als hinreichende
Befähigung für den Einstieg ins Gymnasium gelten.
Dies hätte neben der Rückbesinnung auf das Leistungsprinzig
zur Folge, daß ca 10% weniger auf das Gymnasium wechseln
würden, als im vergangenen Jahr und somit die Mittelschulstruktur
eine deutliche Stabilisierung erfahren würde.
Die Aufweichung der Bildungsempfehlung resultiert aus
Zugeständnissen der CDU an die SPD bei den Koalitionsverhandlungen
zur Bildung einer gemeinsamen Landesregierung in Sachsen 2004 nach der
letzten Landtagswahl.
Sie führte bereits im ersten Jahr ihres Wirkens zu einer
regelrechten "Fluchtation" zu den Gymnasien und damit zur
zusätzlichen Schließung zahlreicher Mittelschulen.
Ob es trotz des Parteitagsbeschlusses von Schwarzenberg auch
tatsächlich zu einer Änderung kommen wird, hängt
letztlich von den Befindlichkeiten in der Koalition ab. Hier ist sicher
seitens der SPD mit großem Widerstand zu rechnen. Da beide
Koalitionspartner zur Zeit wenig Ambitionen zur Infragestellung der
Koalition zeigen, ist die Wahrscheinlichkeit einer schnellen Umkehr zu
wieder härteren Bedingungen bei der Bildungsempfehlung wohl eher
nicht zu erwarten.
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