
Pärchenbildung
als Lösung zur Überbrückung des Geburtenloch
von Andreas Peter Müller | (c)
Chemnitz-Report! Unabhängiges Journal aus Chemnitz! | 2001-2003
Nach der Wende brach die
Anzahl der Geburten massiv ein. Später stieg die Anzahl wieder
deutlich an.
1990
brachen die Geburtenzahlen in Chemnitz, wie in ganz Deutschland massiv
zusammen. Erst seit 1995 (ca 1/3 bezogen auf vor 1990) ist wieder ein
Aufwärtstrend zu erkennen, welcher sich seit 2000 auf leicht
schwankendem Niveau (ca 2/3 bezogen auf vor 1990) einpegelt. Dies ist
immerhin fast doppelt soviel, wie zu Zeiten des Geburtenloches.
Die derzeit gültige Schulnetzplanung orientiert sich jedoch an den
höheren Zahlen, was zwangsläufig zur Folge hat, daß im
Zwischenzeitraum bis zur Erreichung der höheren Zahlen theoretisch
fast die Hälfte der vorgehaltenen Kapazität nicht
benötigt wird.
Um für diesen Zeitraum praktikable Lösungen zu finden, wurde
sich auf die von den Elternräten vorgeschlagene Pärchebildung
geeinigt, wobei der Stadtrat in seiner Beschlußfassung weniger
Schulen pausieren lies, als dies vom Kreiselternrat /mit Beschluß
sanktioniert) angeboten wurde.
Während die Pärchenbildung zunächst infolge einer guten
Informationsarbeit des Regionalschulamtes in diesem Bereich
hervorragend anlief, wirkte sich die Informationspolitik des Bereiches
Mittelschulen absolut gegenteilig aus. Durch diese wurden sowohl
Direktoren als auch Eltern animiert, aus der Solidargemeinschaft
zugunsten von Eigeninteressen auszuscheeren. Mit den Entscheidungen zum
Bereich Goethe-Gymnasium / Gymnasium Einsidel bewies allerdings dann
auch der Bereich Gymnasien des Regionalschulamtes nicht unbedingt eine
glückliche Hand.
Nachträglich ist festzustellen, daß zwar ein z.T.
verträgliches Endresultat erreicht wurde, aber real gesehen, das
Pärchenmodell ohne besseres Zusammenwirken deFakto zum Scheitern
verurteilt ist!
Der Schwarze Peter geht hierbei ausdrücklich an drei Seiten:
- die Eltern, welche sich nich nicht an die Pärchenlösung
gehalten haben,
- die Direktoren, welche den Solidargedanken zugunsten ihrer Schulen
bewußt untergraben haben
- das Regionalschulamt, welches teilweise der Pärchenbildung
ablehnend gegenüber stand.
Der Schulnetzplanung und Pärchenbildung gegenüber korrekt
haben sich insbesondere Stadtverwaltung und Stadträte
betätigt!
Dipl.-Ing. Andreas Müller
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