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Chemnitz-Report! Unabhängiges Journal aus Chemnitz!
Donnerstag, 21.03.2003

Autor: Dipl.-Ing. Andreas Müller

Strategieprogramm 2002 - 2005 des Kreiselternrat Chemnitz

von Andreas Peter Müller | (c) Chemnitz-Report! Unabhängiges Journal aus Chemnitz! | 21.03.2003


Leitlinie bei der Diskussion um Mittel und Wege zur Verbesserung des Bildungs- und Erziehungssystems in Sachsen

1. Strategieprogramm 2002/2005 - Leitlinie bei der Diskussion um Mittel und Wege zur Verbesserung des Bildungs- und Erziehungssystems in Sachsen

2002 wurde es allgegenwärtig, daß unser Schulsystem in Sachsen zwar besser war, als das vieler anderer Bundesländer. Dennoch konnten die Resultate nicht befriedigen und insbesondere mit dem Erreichen der "Wende"-Schüler wurden Defizite und jährlicher Leistungsabfall insbesondere im Mittel- und Berufsschulbereich immer deutlicher offen sichtbar.

Mit dem Anschluß Ostdeutschlands an die Bundesrepublik Deutschland waren gravierende Veränderungen verbunden, welche ihre Spuren insbesondere bei der jungen Generation dieser Jahre hinterlassen haben muß und hat.

Einflüsse, u.a. wie:
- die überschwappende Spaßgesellschaft (mit Zurückstellung des Leistungsgedanken)
- die totale Reizüberflutung durch die permanente Medienpräsenz
- der vollständige Wertewandel
- die gestarteten Versuche der "Kuschelpädagogik",
- der Wegfall der Vorschule und des Bildungsauftrages in den Kindertagesstätten und Horten,
- die fehlenden Orientierungssäulen für junge Menschen
  (Sowohl der Staat, als auch die Lehrer und insbesondere die Eltern konnten zu großen Teilen ihrer
   Aufgabe als Leitfiguren nicht gerecht werden. Sie waren im Gegenteil im Wesentlichen dazu
   gezwungen, sich mit sich selbst beschäftigen, sich im neuen System selbst erst einmal zurecht
   finden lernen und eingliedern!)

Nunmehr zehn Jahre nach dem Beitritt, war dieser Prozeß abgeschlossen. Zwangsläufig war es jetzt auch wieder möglich, sich besser den Aufgaben zu widmen, welche den Verantwortlichen im Bereich Erziehung und Bildung von Jugendlichen lt. Generationenvertrag zukommt.

Gleichzeitig hatte der Kreiselternrat Chemnitz sich ab Ende 2001 etwas von der beinah ausschließlichen Beschäftigung mit dem Thema "Schulnetz-Schulschließungen" lösen können, auch wenn diese Problematik in den unterschiedlichsten Varianten immer wieder große Teile der Elternaktivitäten und -Kapazitäten band.

Wir nutzten diese "Freiräume", um u.a. in "Experten"-runden (Direktoren, Lehrer, Eltern) endlich verstärkt über Inhalte zu sprechen, uns auf die Suche nach einer Verbesserung der inhaltlichen Arbeit in den Bildungs- und Erziehungseinrichtungen zu begeben.

Diese teilweise sehr kontroversen Diskussionen brachten folgendes zum Ausdruck:
1. alle Beteiligten waren sich einig, daß es Verbesserungen geben muß
2. alle Beteiligten waren sich grundsätzlich über die Ziele der anzustrebenden Veränderungen einig
3. die Beteiligten hatten, je nach ihrer politischen, beruflichen oder sozialen Ausrichtung,
    z.T. sehr stark unterschiedliche Auffassungen zu den Wegen und Methoden,
    wie die Verbesserungen erreicht werden können.

Da keine generelle Einigkeit über die Wege und Methoden bestand, mußte dies dem breiten Meinungsbildungsprozeß unterworfen werden. Um bei der hierbei stattfindenden Diskussion über Unterschiede jedoch nicht die Gemeinsamkeiten und insbesondere die gemeinsamen Ziele aus den Augen zu verlieren, war es notwendig geworden, diese Ziele klar zu fixieren, als eine mit Mittel und Wegen auszufüllende Hülle für die weitere Arbeit -> das Strategieprogramm!




2. Das Strategieprogramm 2002/2005 - Leitlinie und Handlungsspielraum für Delegierte des Kreiselternrates Chemnitz

Der Kreiselternrat Chemnitz delegiert regelmäßig Vertreter in die unterschiedlichsten Gremien, mich z.B. u.a. in den Schulausschuß des Stadtrates von Chemnitz oder den Fahrgastbeirat des VMS. Hierbei ist der Vertreter oft Sprecher für den Kreiselternrat Chemnitz.

Ohne klare Leitlinien für Ziele und Handlungsspielräume würde jeder dieser Delegierten entsprechend seiner eigenen privaten Ausrichtungen und Auffassungen ein anderes Bild von der Arbeit des Kreiselternrat abgeben. Dies wäre jedoch für die Arbeit des Kreiselternrates vernichtend.

Das Strategieprogramm 2002/2005 stellt somit neben der lt. Geschäftsordnung uneingeschränkten Bindung einer Delegierung an die Beschlüsse der Mitgliederversammlungen des Kreiselternrates (Einzelmeinungen, auch die von Vorstandmitgliedern, haben sich den Entscheidungen der Mitgliederversammlung unterzuordnen!) ein ganz wesentliches Hilfsmittel für die Delegierten dar. Mir persönlich hat dies insbesondere bei der Arbeit im Schulausschuß sehr geholfen.




3. Das Strategieprogramm 2002/2005 - Aufgabenstellung für das Gesamtgremium Kreiselternrates Chemnitz

Bei der Bewältigung der alltäglichen Kleinarbeit als Elternvertreter ist die Gefahr groß, sich als Gremium zu verzetteln und die großen Dinge aus den Augen zu verlieren. An der Abarbeitung und Umsetzung des Strategieprogrammes kann jedoch jederzeit nachvollzogen werden, welcher Stand erreicht ist, bzw. wo i.d. Zukunft noch Schwerpunkte zu setzen sind.

Es ist damit sowohl Arbeitsmittel und Aufgabenstellung für die Führungskräfte des Kreiselternrat, als auch Orientierungs- und insbesondere Kontrollmittel für die Basis!



4. Das Strategieprogramm 2002/2005 - Orientierungshilfe für Dritte

Bei der Zusammenarbeit mit Dritten ist Verläßlichkeit und Berechenbarkeit eines Gremiums von enormer Bedeutung. Mit dem Strategieprogramm wissen Behörden, Parteien, Lehrer und andere Gremien, wohin wir Eltern wollen, und können sich hiermit auseinandersetzen.

Erst mit der Kenntnis unserer Ziele (die beständig sind!) ist es möglich, gemeinsame Wege zu deren Erreichung mit hierzu willigen Dritten zu suchen und zu finden!



Zum Link
 Das Strategieprogramm 2002/2005  (erstellt: 2002)  Dokument als ausdruckbare pdf-Datei


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