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Chemnitz-Report! Unabhängiges Journal aus Chemnitz!
Samstag, 28.02.2004

Autor: Dipl.-Ing. Andreas Müller

Wenn Beratung nicht gefragt ist

von Andreas Peter Müller | (c) Chemnitz-Report! Unabhängiges Journal aus Chemnitz! | 28.02.2004


Zeitweise Niederlegung meiner Ausschußtätigkeit
Mit der Überplanung des Planbezirkes West durch die Stadt Chemnitz wurde der Kompromiß zum Bürgerbegehren/Schulnetz komplett in Frage gestellt. Damit stellte sich auch für mich die Frage, ob es noch berechtigt ist, diese Planungen (wenn auch mit gegensätzlichen Auffassungen, die allerdings Außenstehende nicht mitbekommen) zu begleiten oder ob es nicht besser ist, durch eine zeitweise Niederlegung der Mandatstätigkeit ein klares öffentliches Zeichen für die Positionen insbesondere meinerseits aber auch bezüglich des Kreiselternrates zu setzen!

Gleichzeitig hielt ich es für unbedingt wünschenswert, für diese neue Situation auch mit einem neuen Mandat, das heißt mit dem Vertrauen der Eltern und einer entsprechenden Aufgabenstellung ausgestattet zu werden!

Ich habe mich deshalb i.d.F. einer erneuten Abstimmung im Kreiselternrat gestellt und mußte dabei feststellen, wie schwierig es ist,  seine eigene nichtöffentliche Ausschußarbeit zu verteidigen! Nach einer für mich persönlich teilweise menschlich sehr enttäuschenden Diskussion (ein langfristiger Mitstreiter hatte unberechtigter Weise wegen meiner CDU-Zugehörigkeit meine Loyalität gegenüber dem Kreiselternrat in Frage gestellt!) gab es dann doch einen klaren Vertrauensvorschuß für mich und die Aufforderung, die Interessen weiterhin im Sinne der Beschlüsse des Kreiselternrat zu vertreten.




Freie Presse (u.l.)

Weitere Schulen vor der Schließung
Kreiselternrat Andreas Müller verläßt den Schulausschuss

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Von Udo Lindner
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Der einst von Kreiselternrat, Stadtrat und Verwaltung ausgehandelte Kompromiss für die künftige Schullandschaft wird immer weiter zu Lasten der Schüler aufgeweicht. Zu diesem Fazit kam Kreiselternratschef Andreas Müller nach der jüngsten nichtöffentlichen Sitzung des Schulausschusses am Mittwochaben und daraufhin in einem Brief an den Oberbürgermeister seinen Rückzug aus dem Ausschuss angekündigt.
Im Kern geht es in der aktuellen Diskussion vor allem um die künftige Schullandschaft im Westteil der Stadt. Hinter verschlossenen Türen haben sich die Ausschussmitglieder darauf verständigt, mittelfristig die Neruda-Schule zu schließen. Die Grundschüler sollen nach erfolgter Sanierung in die Altendorfer Schule gehen, die dann als dreizügige Grundschule betrieben wird. Außerdem sollen an der Flemming-Schule eine einzügige Grund- und eine zweizügige Mittelschule  eingerichtet werden. Offenbar stehen PDS und SPD schon hinter diesem Plan.
Für Kreiselternrat Andreas Müller ist die Schließung einer weiteren Grundschule nicht nachvollziehbar, zumal das Kultusministerium das im vergangenen Jahr beschlossene mittelfristige Konzept für die Grundschulen bestätigt hat und nur für die Mittelschulen (derzeit 22) noch einen schließungsbedarf von zwei bis drei Einrichtungen sah. Im Gespräch sind die Herder- und die Neubauer-Mittelschule. Müller fürchtet allerdings, dass die Stadt aus Geldnot weitere Grundschulen schließen wird: "Der jetzige Plan ist der Einstieg in den Ausstieg."


(Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autoren)




Chemnitzer Morgenpost (g.v.l.)

Schulschließungen: Kreiselternrat ist sauer
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Von Gesa von Lesen
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„Wir haben jahrelang gekämpft, schließlich hat die Stadt mitgezogen und jetzt wird scheibchenweise alles wieder umgestoßen.“ Jonas Lange vom Chemnitzer Kreiselternrat (KER) ist sauer. Der Schulausschuss will weitere Schulen schließen (Morgenpost berichtete).

In dem Gremium haben sich Stadträte von SPD, PDS und CDU geeinigt, die Pablo-Neruda-Grundschule aufzuheben. Auch die Neubauer-Mittelschule steht auf der Schließungsliste. Lange: „Das ist eine Rückkehr zu eben der Schulnetzplanung von 2000, die wir bekämpft haben.“ Hatte man - auch in den Fraktionen - bislang mit Wohnortnähe und Unterrichtsqualität gerade für den Erhalt kleiner Grundschulen argumentiert, seien die Fraktionen jetzt umgeschwenkt. Lange: „Auf einmal geht’s nur noch ums Geld.“

Der Krach mit den Fraktionen hat auch personelle Konsequenzen: KER-Vorstandsmitglied Andreas Müller (CDU, Foto), der als sachkundiger Bürger im Schulausschuss sitzt, will da nicht mehr mitmachen. Müller: „Ich werde dort als Alibi für eine meiner Ansicht nach falsche Schulpolitik missbraucht. Das hat keinen Sinn.“ Müller bewirbt sich in seiner Partei auch um ein Landtagsmandat. Befürchtet er Nachteile, wenn er im Ausschuss gegen die eigene Partei schießt? Müller: „Das hat nichts miteinander zu tun.“ (gvl)


(Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Autorin)


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